ANNA – Karikaturistin mit medizinischer Ausbildung

Bereits mit 14 Jahren besuchte ANNA Hartmann die Kunstgewerbeschule in Basel und lernte dort bei Walter Bodmer anatomisches Zeichnen. Das weckte ihr Interesse am Inneren des menschlichen Körpers und damit an der Medizin. Damals war der Beruf des Arztes durch sein Prestige durchaus noch attraktiv – das mag bei ihrer Studienwahl mit eine Rolle gespielt haben. Nach eigenen Aussagen war sie aber keine gute Medizinstudentin, arbeitete nur beim Malen mit vollem Einsatz – auch während der medizinischen Vorlesungen. Aus dieser Zeit stammt auch ihr Karikaturenbuch über den «Leerkörper». Nebenher besuchte ANNA Hartmann weiterhin Kurse an der Kunstakademie. Nach dem Staatsexamen und einer grösstenteils gezeichneten Dissertation über Wundheilung verabschiedete sie sich von der praktischen Medizin und wandte sich ganz der Kunst zu. Dennoch liess sie sich während der ersten Jahre als freie Illustratorin, Karikaturistin und Malerin noch häufig von der Medizin inspirieren. Zu ihrem ungewöhnlichen Lebenslauf sagt sie: «Selten habe ich den Umweg über die Medizin bereut, weil ich dort doch viel über den Menschen gelernt habe und hier auch mein Bild vom ganzheitlichen Menschen oft wiederfinde im Ethos vieler Ärzte.» Trotzdem fühlte sie sich der Ärzteschaft nie zugehörig. Ihre Kollegen und Kolleginnen sind JournalistInnen oder KarikaturistInnen, mit ihnen trifft sie sich jedes Jahr im Rahmen ihrer gemeinsamen Ausstellungen.
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